Die 3. Etappe der Fahrradtour 2016 von Rudkbing nach Nykbing

Heute müssten wir schon früh los, denn nach knapp 10km müssten wir von Langeland nach Lolland übersetzen und die Fähre geht stündlich. Da aber auf Lolland noch knapp 80km bis zu unserem Ziel zu fahren waren, wollten wir möglichst früh übersetzen. Normalerweise Berichte ich ja auch immer von unseren Unterkünften, aber auch letzte Nacht war das Hotel nicht berichtenswert und auch das Angebote Frühstück war nicht berauschend. Nur gut, dass der Wind (hatte ich den schon mal erwähnt? Davon haben sie hier reichlich!) etwas abgebaut ist, aber das Wetter noch immer nicht das beste ist. Knapp 15 Grad sind nicht schön auf dem Fahrrad. Also auch die Beinlinge an und dazu die lange Jacke. Bis zur Fähre sind es nur knapp 10km und dann erst einmal 45 Minuten im warmen sitzen. Auf Lolland in Tars ging es dann wieder an Land und rauf aufs Rad. Während wir die letzten Tage kaum Leute gesehen hatten, warenwaren jetzt umso mehr unterwegs und zwar mit ihrem Auto. Denn, auch wenn die Radwege hier gut ausgebaut sind, so ist es doch ziemlich nervig, wenn die Autos und vor allem die dicken LKW knapp an dir vorbeibrettern.

Also haben wir dann irgendwann entschieden, dass wir „umrouten“ und den geplanten Radweg verlassen, um eine schönere Strecke zu finden. Ein gutes hatte die Strecke an der Bundesstraße, wir haben so richtig in die Pedale getreten, um möglichst schnell diesen Abschnitt hinter uns zu bringen.

Natürlich fing es auch noch an zu regenen, allerdings nur ganz leicht, sodass die Regenjacke ausreichte und nicht die komplette Regenkombi angezogen werden musste. Aber immer dieser Wind, das zehrt echt an den Kräften!

Natürlich muss ich nicht erwähnen, dass wir unterwegs auch noch Proviant für die Mittagspause eingekauft hatten, damit wir uns stärken konten. Heute haben wir aber erst spät die Mittagspause eingeläutet, weil wir einfach mehr als die Hälfte schaffen wollten, bevor wir mit vollen Bäuchen wieder auf die Drahtesel steigen mussten. Unsere Wahl fiel auf Maribo, dort wollten wir endlich was futtern.
In der Stadt angekommen haben wir uns zwei Bänke auf dem Marktplatz gesichert und Brötchen, Wurst und Käse ausgepackt um zu essen. Und was gibt’s besseres als nach dem Essen noch n Kaffee? Also rüber zum Kiosk um welchen zu kaufen. Auf der Bank vor dem Kiosk sitzt ein Pärchen und ich denke so bei mir, die Frau da kenne ich doch? Aber das kann ja nicht sein, wen sollte ich hier kennen!?
Plötzlich sie zu mir „Holger?“ Da war es doch tatsächlich die Anke, die ne Zeit bei der NGG in Saarbrücken war und hier jetzt nen Ausflug hin gemacht hat, weil sie auf Fehmarn Urlaub macht! Unglaublich oder?! Die Welt ist ein Dorf!

Aber wir hatten ja noch knapp 30 km vor uns, sodass es nur ein kleines Schwätzchen war. Trotzdem schön!

Trotz des ständigen Gegenwindes lief es ziemlich gut und da wir wieder so n blödes Stück an einer Bundesstraße hatten, war Speedfahren angesagt.
Daher erreichten wir schon relativ früh unser Hotel in Nykobing Falster. Diesmal ein echtes Kleinod, das Hotel „Liselund“ ist ne echte Empfehlung (die einzige bisher) und leckeres lokales Bier haben sie auch! Und nach nem guten Essen (es gab mal wieder Fleisch – was für eine Überraschung !) und einigen Bierchen ginge dann früh ins Bett, denn auch morgen stehen knapp 80km auf dem Plan und laut Wettervorhersage soll es sogar sonnig werden

Es ist halt alles fremd hier, vor allem die Sprache…

Hier noch die Tour, allerdings aufgrund technischer Probleme ohne die ersten 10km. https://t.co/2sA8B8n2FS

 

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