Energie selbst gemacht und sogar gespart dabei

Wie eine Genossenschaft aus der Energiekrise helfen kann!

Seit nun knapp 7 Jahren bin ich zufriedener Kunde (und Genossenschaftsmitglied) der Energiegenossenschaft Fürth e.G..
Bereits 5 Jahre zuvor gründeten wir in Dörrenbach erst eine Interessensgemeinschaft und dann einen Verein zur Nahwärmegewinnung für unser Dorf. Leider scheiterten wir aber mit dieser Idee insbesondere an dem Unwillen der damals handelnden Verantwortlichen von Stadt St.Wendel und SSW, die uns in einem Gespräch vermittelten, dass diese Form der Energieverwertung keine Zukunft hätte!
Ha, ich lache heute noch!

Auch die vielen Zweifler, die ständig behaupteten, das würde ja sowieso nie funktionieren wurden eines besseren belehrt!
Kurz vor der Auflösung unseres Nahwärmevereins in Dörrenbach gründete sich im Nachbarort Fürth, im Landkreis Neunkirchen, zur Stadt Ottweiler gehörend, die Energiegenossenschaft. Und das deswegen, weil der Landkreis Neunkirchen, im Gegensatz zum angeblichen “null Emissions” Landkreis St.Wendel, schon damals ein echtes Interesse hatte, seine Dörfer und Städte mit erneuerbaren Energien fit zu machen. Dabei kam eben heraus, dass es eine machbare Sache wäre, mit den beiden bestehenden Biogas-Höfen in Dörrenbach, Landkreis St.Wendel, Stadt St.Wendel, Heizenergie für Fürth zu nutzen, die beim Verbrennen des produzierten Biogases zur Stromproduktion entsteht und aufwendig gekühlt werden muss.
Coole Sache oder heißer Scheiß!
Was lag also näher, dass wir mit unserem Verein einen Zusammenschluss und unsere Auflösung beschlossen haben.
Allerdings haben weder der Landkreis, noch die Stadt St.Wendel kapiert, welches Potenzial diese Idee hat und wie groß dieses interkommunale Projekt werden könnte – und es sollte noch sehr lange dauern, bis sie es halbwegs kapierten!

Warum nur halbwegs? Na, weil man weder auf der Seite der Stadt St.Wendel, noch auf der Seite des Landkreises noch auf der Seite null-emission-wnd auch nur eine einzige Information zu unserem Nahwärmenetz findet!

Und warum dann halbwegs? Nun ja, weil die Stadt St.Wendel es ganze 7 Jahre (sic!) nach dem offiziellen Start der Wärmelieferungen auf Drängen vieler intelligenter und umweltbewusster Menschen geschafft hat, das Dorfgemeinschaftshaus in Dörrenbach anschließen zu lassen! Weil es immerhin mittlerweile von der Bundesregierung 45% Zuschuss für den Austausch alter Ölheizungen gab (wurde jetzt leider auf 35% reduziert).

Es ist unfassbar! Aber genau diese Haltung zieht sich durch, seit sich das Projekt gegründet hat. Politisches Versagen auf der ganzen Linie! Da hilft auch kein teuer Klimamanager im Landkreis!

Nun schreiben wir das Jahr 2022 und vieles hat sich verändert – leider insbesondere bedingt durch einen schrecklichen Krieg in Europa.
Mittlerweile findet sich unsere Idee mehrfach in Fernsehbeiträgen und wird insgesamt auch viel stärker von den Einwohnern in beiden Dörfern angenommen und es könnten noch mehr sein.

Hier findet sich der Bericht im Fernsehen bei SaarTalk wieder und wen das Thema interessiert, der kann gerne am Tag der offenen Tür in Fürth vorbeikommen und sich die Anlage und Funktionsweise mal näher anschauen. Am 30.10.2022 von 10 Uhr bis 16 Uhr öffnet die Energiegenossenschaft seine Pforten.

Manchmal kann es so einfach sein, Gutes zu tun und dabei noch Geld zu sparen.

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